Mykene

Am Samstag legten wir nur eine kurze Strecke nach Mykene zurück. Dort hatten wir uns einen Campingplatz am Ortsrand gesucht, um das Osterfest der griechisch-orthodoxen Kirche mit zu erleben. Es ist hier das wichtigste religöse Fest des Kirchenjahres.

Das kleine Dorf Mykene hat nicht mehr viel von der einstigen Pracht aus der mykenischen Zeit unter den Königen Atreus und Agamemnon. Doch die Überreste der imposanten Burg auf dem Berg oberhalb des Ortes vermittelt dem Besucher einen Eindruck. Wenn man durch das berühmte Löwentor geht, läuft man auf denselben Marmorsteinen wie die Griechen der Antike vor über 3 000 Jahren. Oben auf dem Hügel hat man einen atemberaubenden Blick ins Tal bis zum Meer. Die Ausgrabungen sind auch mit Heinrich Schliemann verbunden und mit Troja. Denn dahin wurde die mykenische Königstochter Helena entführt.

Etwas pflastermüde kamen wir nicht so ganz zur Ruhe heute Nacht. Nach der Prozession wurde um Mitternacht ein Feuerwerk zur Auferstehung Jesu gezündet und der Ostersonntag eingeläutet. Dieser gehört traditionell der Familie. Auf dem Campingplatz wurde schon morgens ein Grill angezündet, um das Osterlamm am Spieß zu braten. Ab mittags begannen nebenan die Feierlichkeiten mit Böllern und lauter Musik. Um 14 Uhr wurden alle Camper zum Dinner mit der Betreiberfamilie des Campingplatzes eingeladen. Es gab Lamm, Salat, Brot, Käse und natürlich Tzatziki. So kamen wir auch mit den anderen Gästen ins Gespräch. Die Feier dauert noch beim Nachbarn neben dem Platz lautstark an. Mal schaun wie lange des geht. Die Griechen haben ja noch 2 Tage frei. Dienstag ist hier auch noch alles geschlossen.

Die Ausdauer der Einheimischen ist sehr groß – sie feierten bis 1.30Uhr! Also eine kurze Nacht.